Regelmäßig Sport und Bewegung klappt nicht? Deswegen ist es nicht deine Schuld.

In diesem Artikel bekommst du die Info, warum es nicht unbedingt deine Schuld ist, dass es nicht klappt.

Schon wieder zeigt die Waage mehr an. Dabei hast du dich seit langem mal wieder drauf getraut. Es wird Zeit endlich ein gesünderes Leben zu führen. Alles zu ändern. Regelmäßig Sport und gesund ernähren. Es hat doch schon so oft geklappt. Eigentlich weißt du ja alles. Und doch, kam nach ein paar Wochen wieder der „Rückfall“. Jetzt schlägt so richtig, dass schlechte Gewissen zu. „Ich bin zu schwach, zu undiszipliniert, habe kein durchhalte Vermögen“ „Mein Schweinehund ist einfach zu stark“… Egal, was auch immer du dir einredest, oder was dir sogar eingeredet wird.In diesem Artikel bekommst du die Info, warum es nicht unbedingt deine Schuld ist, dass es bisher nicht geklappt hat. Oder etwas anders ausgedrückt, wir müssen etwas weniger Löwe sein. Dafür mehr Eichhörnchen. – Achtung Spoiler Alarm: Das ist kein Grund sich nicht zu bewegen.

Sei mehr Eichhörnchen, weniger Löwe!

Im Oktober 2004 habe ich meine Studium in Stuttgart-Vaihingen begonnen. Wie viele Studenten bin ich mit der S-Bahn zum Campus gefahren. Nach ca. 10 Minuten fahrt durch den Tunnel hielt die S-Bahn dann an der unterirdisch gelegenen Haltestelle. Ich steige aus. Die brauen Wand vor mir. Ich schaue nach links, schaue nach rechts und folge der Masse an Menschen. Plötzlich bildet sich vor mir eine lange Schlange. Ihr werdet es nicht glauben. Es entsteht eine meterlange Schlange an der Rolltreppe. Die stehen an um nicht die ca. 100 Stufen zu laufen!

Wir haben uns das Leben bequem gemacht.
  • Treppe – Rolltreppe – Fahrstuhl.
  • Pferd – Kutsche – Fahrrad-Auto-Ebike – E-Scooter
  • Besen – Staubsauger – Saug-Roboter

… um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Und das ist ja auch was ganz normales und auch nicht verwerflich. Doch warum sind wir so, obwohl wir es besser wissen?

Es liegt in unserer Natur, dass wir versuchen die uns zur Verfügung stehende Energie einzusparen.

Habt ihr schon mal eine Tierdokumentation über Löwen gesehen? Diese eleganten, schnellen, kraftvollen Jäger der Steppe? WOW! Mit welch einer Power die hinter Ihrer Beute herjagen! Sie strotzen nur so vor Kraft. Aber erinnert Ihr euch auch mal daran, was die Löwen sonst so machen. Wenn sie mal nicht auf der Jagt sind. Genau, sie liegen „faul“ in der Sonne (oder im Schatten) und von der „Eleganz“ ist nicht mehr viel zu erkennen. Warum machen Löwen das? Warum trainieren Sie nicht, damit sie das nächste mal „schneller und effizienter“ Jagen können? Klar, es ergibt für den Löwen keinen Sinn. Wenn er gegessen hat, dann braucht sein Körper Ruhe und er rennt nicht „sinnlos“ durch die Gegend. Er will und muss ja seine Kräfte für die nächste Jagt sparen. Es wäre schon ziemlich blöd, wenn ihm die Kräfte ausgehen würden, weil ihm die Energie fehlt. Wie war das früher bei uns Menschen? Klar, ähnlich. Der Mensch musste auch auf die Jagt gehen oder eben sein Essen sammeln. Da wäre keiner auf die Idee gekommen, früh am morgen aufzustehen und eine kleine Runde Joggen zu gehen. Den wenn ihm auf der Jagt die Kraft ausgeht, dann ist er am …

Heute sammeln wir Punkte und jagen Schnäppchen.

Was haben die Menschen dann gemacht? Wahrscheinlich Pause um sich zu regenerieren. Jetzt kann man argumentieren, dass die Menschen früher auch viel früher gestorben sind. Vielleicht lag es ja genau daran. Weiß man nicht. Aber man weiß, dass sich unser Körper im Lauf der Jahrhunderte/Jahrtausende an körperliche Belastung gewöhnt hat und darauf angewiesen ist. Was früher super war ist heute leider dumm für uns. Es liegt in unserer Natur, dass wir versuchen die uns zur Verfügung stehende Energie einzusparen. Und genau dieser Einsparmechanismus führt dazu, dass wir möglichst viel in Routinen arbeiten. Diese Routinen erleichtern uns den Alltag ungemein. Aber genau diese Routinen führen auch dazu, dass wir bewegungsarme Verhaltensmuster nur sehr schwer losbekommen. Wenn wir es uns einmal angewöhnt haben, nach der Arbeit auf dem Sofa zu sitzen, dann ist es ungemein schwierig uns doch noch zu Sport aufzuraffen.

Würde es noch keinen Sport geben, so müsste er als Gegenspieler unserer technisierten Welt erfunden werden. – (frei nach Martin, Carl & Lehnertz*)

Und was war jetzt mit dem Eichhörnchen? Eichhörnchen sammeln das ganze Jahr über Vorräte für den Winter. Sie sammeln und verbuddeln es an unterschiedlichsten Stationen. Die ganze Zeit sind sie unterwegs. Nun ist das Eichhörnchen leider etwas blöd. Es vergisst, wo es die Vorräte vergraben hat, und muss dann im Winter überall danach suchen. Zum Glück hat es so viele Verstecke. Jetzt sollt Ihr nicht euer Essen verstecken. Den wo auch immer Ihr eurer Essen versteckt, ihr wisst noch wo! Der Weg wäre also nicht länger als zum Kühlschrank.

Es geht darum, dass wir uns zwischen den Essensphase grundsätzlich mehr bewegen. Die Faulheit, die wir uns auferlegt haben, künstlich bekämpfen. Dabei soll es kein Kampf werden, sondern eine Normalität. Fahre nicht mit deinem kraftprotzenden Auto zum Einkaufen, sondern geh lieber mal zu Fuß. In meinem anderen Blog habe ich verschiedene Tipps aufgeschrieben. „Sport ist Mord…, ja ja, schon klar. Und jeder hat einen Onkel, der einen Freund hat, der jemand kennt der sein ganzes Leben nie Sport gemacht hat und trotzdem schlank war und über 90 wurde. Ja, ausnahmen bestätigen die Regel. Aber wer sagt uns, dass wir die Ausnahme sind?

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Jetzt haben wir festgestellt, dass es gar nicht so richtig unsere Schuld ist, dass es mit mehr Bewegung nicht funktioniert hat. Es ist unser natürlicher Prozess und unsere erlernten Routinen. Da du jetzt den Grund kennst, ist ja wohl klar, dass du dich auf dieser Ausrede nicht mehr ausruhen darfst. Wir müssen uns ausreichend Bewegung, um unserem Körper nicht zu schaden bzw. ein gesundes Leben mit hoher Lebensqualität zu führen. Jetzt hast du die Chance dein Leben komplett um zu Krempel. Werde Selbstversorger, jage mit Pfeil und Bogen im Wald und baue dein eigenes Gemüse an. Ok, kleiner Spaß. Am besten ist es einzelne Strukturen und Routinen in deinem Leben zu ändern. So kannst du auch mehr Bewegung reinbringen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass je mehr Änderungen gleichzeitig versucht werden umzusetzen, die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns höher wurde. Am besten, du änderst immer nur kleine Prozesse.

Ach ja, lege deine Frustrationsschwelle nicht zu niedrig. Weil Bewegung immer irgendwie anstrengend ist. Aber das lest ihr in meinem nächsten Beitrag 😊

Eine letzte Bemerkung: Wenn am Ende der Treppe nun doch ein Löwe wartet, bin ich mir sicher, dass ich durch das regelmäßige Treppensteigen fitter bist und somit auch schneller als mindestens einer der Rolltreppenfahrer 😀 Und das reicht bekanntlich zum Überleben. Vorausgesetzt, der Löwe ist kein Feinschmecker.

 

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